Willkommen bei Geben & Nehmen, D E R organisierten Nachbarschaftshilfe in Güster!

 

Was wir tun: Wir vermitteln

Ich kann was, was du nicht kannst, und du hast was, was ich nicht habe. Mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten können wir uns gegenseitig unterstützen.

Wie das funktioniert?

Man gibt, was man kann und nimmt, was man braucht – denn jeder hat Talente!

Dafür fließt bei uns fließt kein Geld, WIR PUNKTEN mit ZEIT. Soll heißen: Jeder, der mitmachen will, bekommt erst einmal 10 Punkte geschenkt. Und jeder, der etwas für den anderen tut oder gibt, bekommt dafür pro Viertelstunde einen Punkt von dem, der nimmt. Beim nächsten Mal ist es vielleicht umgekehrt?

Die Abwicklung und Vermittlung läuft PERSÖNLICH und UNBÜROKRATISCH. Per Telefon, Mail oder Zettel im Briefkasten. Ansprechpartnerin vor Ort ist Beate Dose-Linnich:Tel.: 04158 / 890 139. Was es gibt: Aktive Hilfe und Unterstützung der verschiedensten Art. Von A wie AUTO waschen über Büroarbeiten, Computerhilfen, kleine Fahrdienste, Gartenhilfe, Koch-/Back-Unterstützung, House-Sitting, Versorgung von Haustieren bis Z wie ZAUBERN bei kleinen Feiern. Die Liste gibt’s gleich hier im Netz oder bei Anmeldung – zum Vervollständigen :-).

Was wir brauchen

MEHR Menschen, die von uns und den Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe wissen. Lust auf Kennenlernen und Gegenseitigkeit haben und sich trauen, auch mal etwas in Anspruch zu nehmen („weil geben seliger denn nehmen ist…“).

Deshalb gibt es auch jeden 3. Mittwoch im Monat einen STAMMTISCH in der Alten Schule - zum lockeren Plaudern, Fragen & mehr.

Wir freuen uns über jede(n), der dabei ist. Wir freuen uns auf DICH.

 

Das gibt es alles!

Du willst mitmachen? 

Hinweis: Wenn Du auf einen der Links klicks, wird die jeweilige Datei heruntergeladen bzw. gleich angezeigt.

 

 

 

„Geben und Nehmen“ unterwegs

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, heißt es so schön. Das wissen die organisierten Nachbarschaftshelfer in Güster besonders gut. Eigentlich helfen sie sich vor allem gegenseitig mit Zeit und gutem Willen, etwa als Haus- und Briefkastenhüter bei Abwesenheit. Aber weil ihnen die zunehmend verdreckte und verschmierte Bushaltestelle am Dorfplatz ein Dorn im Auge war, packten sie mal wieder tatkräftig zum Wohle ihres Ortes zu.

Eine kurze Anfrage beim Bürgermeister, wer denn da eigentlich zuständig sei – und schon schulterten vier der über 30 Mitglieder von „Geben und Nehmen“ am Ort Kärcher und Schrubber und legten los. „Besonders das Klebezeugs ließ sich nur ganz schwer abkratzen“, weiß Anita Mletzko, eine der Aktivistinnen, zu berichten. Während ihr Mann Peter den Hochdruckreiniger brummen ließ und Ellen Fechtner die Reißzwecken aus dem nahe gelegenen Baum pulte, probierte sie zusammen mit Elke Hotes die verschiedensten Putzmittel aus, kroch unter die Bank – und schrubbte, einmal in Fahrt geraten, auch gleich noch den Stein des Ehrenmals nebenan von oben bis unten ab.

Dann ging es an das Bepflanzen der Blumenkübel vor Ort. „Endlich sieht es nach Frühling aus“, sagt sie zufrieden. Nur dass so wenig Güsteraner davon wissen, wie gut die Nachbarschaftshilfe funktioniert, wurmt die Aktiven ein wenig. „Wir sind ja schon seit einiger Zeit am Ort unterwegs, haben Bänke gesäubert und gestrichen, Müll vom Badestrand gesammelt – und helfen uns vor allem untereinander immer wieder aus“, erklärt Beate Dose-Linnich, die das „Geben&Nehmen“ im Kern organisiert.

Den Bürgermeister jedenfalls freuen seine engagierten Güsteraner. Und wohl auch die, die auf dem Weg zum Osterfeuer Halt machen und sagen: „Hier sah’s vor Kurzem doch noch anders aus“… Der nächste Stammtisch von „Geben&Nehmen“, auf dem man sich informieren und beteiligen kann, ist übrigens am Mittwoch, den 17.5., ab 19:30 Uhr in der Alten Schule. Denn vor allem im Kleinen, von Nachbar zu Nachbar über den Zaun hinweg, ist die Nachbarschaftshilfe aktiv.

"Geben und Nehmen" aktiv

So viele Talente dürfen einfach nicht brachliegen. Was also liegt näher, als einige der in der Güsteraner Nachbarschaftshilfe „Geben und Nehmen“ vorhandenen Fähigkeiten im Sinne der Dorfgemeinschaft einzusetzen und sich für Menschen in Not zu engagieren?

(Güster, Dez. 2014) - Da sich im Laufe des Jahres so viele Möglichkeiten der nachbarschaftlichen Hilfe aufgetan hatten und es bei „Geben und Nehmen“ so viel Freude am Tun oder Austauschen von Fähigkeiten gab, kamen die engagierten Güsteraner kurz vor Weihnachten auf eine besondere Idee. Warum nicht ein bisschen was von dem, was zum Teil gemeinsam (Stricken!) , zum Teil mit vorhandenem Talent in Heimarbeit entstanden war, für einen guten Zweck auf den Markt bringen?

Gesagt, getan. Da wurden Gläschen mit selbstgemachtem Senf oder Gelee gefüllt und hübsch beschriftet, handgefertigte Stricksocken, Pralinen und selbstgebackene Kekse verpackt – und ein Stand auf dem Güsteraner Weihnachtsmarkt besonders hübsch gestaltet. Und siehe da: Mit so viel Liebe und Freude angebotene Dinge kamen an! Stolz konnten die an diesem Tag besonders aktiven Damen der Nachbarschaftshilfe ein erkleckliches Sümmchen zusammenbringen, das nun in einem ersten Schritt in eine Weihnachtsgeschenk-Aktion für Familien in nicht so glücklicher finanzieller Lage umgesetzt wird.

Und dabei soll es nicht bleiben. Bei jedem Stammtisch der „Geber und Nehmer“ (jeden 3. Mittwoch im Monat in der Alten Schule) werden neue Ideen und Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung ausgebrütet und zusammengetragen, gibt es immer wieder Impulse – und vor allem Spaß an der Sache. Die Liste der zum Austausch angebotenen Fähigkeiten wird auch immer länger. Neu hinzugekommen sind z.B. ein „Verpackungstalent“ für besonders gestaltete Geschenke – oder ein Weihnachtsmann mit Talent zum Geschichtenerzählen. Aber es gibt noch so viel mehr, weil jeder etwas zu geben und zu nehmen hat. Wer Lust hat, sich zu beteiligen, ist herzlich willkommen!

Eine bestrickende Idee

Im zweiten Jahr ihrer Existenz hat die Nachbarschaftshilfe Güster Fahrt aufgenommen. Mehr als 35 Güsteraner engagieren sich mittlerweile beim Geben und Nehmen – und unterstützen sich gegenseitig, wenn der eine mal etwas nicht allein schafft oder etwas nicht hinbekommt, was der andere gut machen kann.

(Güster - Nov. 2014) - Das kann mal eine Fahrt oder ein Botengang zum Arzt oder Apotheker sein oder das Blumengießen und Tiere versorgen, neu-deutsch auch Housekeeping, zu Urlaubszeiten. Auch wird durchaus mal der Spaten geschwungen, ein Strauch umgesetzt oder eine Torte gebacken – und aus der kleinen Anfrage, wie man eigentlich Socken strickt, ist gleich ein ganz eigener Kreis begeisterter und interessierter Strickerinnen zusammengekommen, der sich jetzt wiederum selbst regelmäßig trifft. Eine geradezu bestrickende Idee, die sich hier ganz praktisch umgesetzt hat und so ganz nebenbei noch einmal mehr das lebendige Miteinander und gegenseitige Unterstützen stärkt.

Denn dafür ist die Nachbarschaftshilfe vor allem angetreten – sich und seine Fähigkeiten auszutauschen. Anderen anzubieten, was man gut kann und gern mag, und von anderen zu nehmen, was man selbst nicht so gut schafft oder alleine hinbekommt. Und das fernab jedweden finanziellen Interesses. Alles, was gegeben oder genommen wird, ist Zeit – und die setzt sich in so genannte Zeit-Punkte um, ganz konkret einem pro engagierter Viertelstunde. Wenn das eigene Punktekonto mal nicht reicht, kann auch hier getauscht und übertragen oder eine kreative Lösungen für das Wiederauffüllen gefunden werden.

Etwa das Herstellen von Finger-Food, Zwiebelküchlein oder Käsewürfeln für die regelmäßig jeden dritten Mittwoch im Monat stattfindenden Stammtische. Hier wird in offener Runde (jeder, der sich neu informieren mag, ist herzlich willkommen) über die gemachten Erfahrungen und weitere „Anträge“ an die Austausch-Mitstreiter geplaudert, entstehen im kreativen Miteinander immer wieder neue Ideen für sinnstiftende Gemeinschaftsaktionen. So gab es das gemeinsame Aufräumen eines etwas vermüllten Badestrands, der wegen unklarer Besitzverhältnisse nicht von der Gemeinde gepflegt werden kann. Und so wird es den Aufbau eines Informationsstands auf dem Weihnachtsmarkt Güster geben, der gleichzeitig dem Verkauf selbst hergestellter Dinge und einer Spendenaktion dienen kann. Was immer dort zusammenkommt, soll wiederum in Weihnachtsgeschenke für Menschen umgesetzt werden, die nicht so vom Leben begünstigt sind.

Ganz Feuer und Flamme für diese Idee wurden auch flugs noch die Rahmenbedingungen des Ereignisses vom Feuerkorb bis zur Dekoration des Standes ausgebrütet. Denn an Kreativität und Schaffensfreude mangelt es beileibe nicht in Güster – im Kreis der Geber und Nehmer. Wer sich ein eigenes Bild machen will: Der nächste Stammtisch ist am 19. November um 19:30 im Sportlerheim an der Roseburger Straße. Vorab informieren kann man sich bei Beate Dose-Linnich jeden Dienstag zwischen 16:30 und 18:30 in der Bücherei.